Realität versus Virtualität

Bild Keystone

Was für eine wunderbare Idee.

Die virtuelle Welt des Donald Trump wird für ein paar Tage fassbar.

Die Tweetsammlung die ja nicht unerheblich gross ist, fein sortiert und die besten davon im goldenen Rahmen.

Und überdies ein nachgebautes Oval Office mit goldener Kloschüssel. Wer sich darauf setzt, darf sogar von dort aus tweeten. Macht Sinn, denn die Tweets gehören sowieso geradewegs dorthin entsorgt.

Grossartig finde ich, dass in dieser Ausstellung greifbar gemacht wird, was sonst nicht begriffen werden kann. Und es ist Wirklichkeit.

Grossartig !

 

Sandkastenliebe

Eigentlich ist dieses Symbolbild viel zu nett!

Aber Kinder sind nun zumeist fröhlich, wenn sie im Sandkasten spielen.Gartenpirat.jpegEigentlich… wenn ich meinen Blick von oben darauf werfe und den Sandkasten als Spielplatz der momentanen Weltpolitik betrachte, scheint das so….nur und jetzt kommt mein Sarkasmus oder ist es Zynismus zum Vorschein? Ich kann mich nie entscheiden zwischen den beiden .

Da hocken nun Trump und Erdogan mit Putin im Sandkasten und spielen „Welt“.

Putin so heisst es soll nun Trump beschützen.

Der kommt ja so schlecht weg bei allen seinen Unternehmungen und Taten zum Wohle von America First.

Er will gar nicht aufhören mit den Klagen, dass ihn niemand liebt. Da kann nur die wärmende Seele von „Mütterchen Russland“ helfen. Ist doch wahr…

Erdogan darf auch mitspielen, denn weiter draussen in der Vorstadt da verhauen seine Schergen eben einmal amerikanische Zivilisten die gegen ihn was haben.

Recht so, der zeigt denen auch im freien Amerika wo der Halbmond hängt.

Ja wo ist denn Kellyanne?

Die soll laut „Fake News oder je nachdem „Alternativ Nachrichten“, gar nicht mehr aus der Dusche gekrabbelt sein. Seit sie sich dauernd so schmutzig fühlt, ob all der grauslichen Neuigkeiten die sie oral verbreiten muss. Nähme mich natürlich wunder, was die Gute sonst so alles schon zwischen ihren Haifischzähnen gehabt hat, um den Job überhaupt zu erhalten? Sie meint ja selber sie mache es nur des Geldes wegen.

Nichts Neues also. So alt wie die Menschheit dieser Trick. Aber gut, nun duscht sie offenbar pausenlos und die drei Buben spielen weiter „Welt“.

Als Krabbelgruppe gehen sie aber nicht durch –  denn die würde gemäss Definition von Erziehern geleitet werden…….

 

 

 

Ich glaub‘ die Sonne ist kaputt

Bei diesen Frühlingstagen ist mir das so vorgekommen.

Nicht aber den Werbern eines Duschgels.

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Es stimmt…die muntere knallgelbe Beilagekarte zu diesem Produkt hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Ob die weiteren Versprechungen und Verheissungen stimmen, muss ich unter der Dusche erst ausprobieren.

Jedenfalls ein Schelm wer sich andere Gedanken macht….

Die Kassierin im Supermarkt welche mir das Gratismuster überreichte zwinkerte jedenfalls schelmisch und meinte sie würde mir gleich noch ein zweites Muster mitgeben…

Man kann eben nie wissen, ob die Werbeversprechungen denn auch stimmen.

 

Kein Tschüss, kein Kuss und keinen Fick…

Derjenige der mir dies heute morgen sagte ist ein guter Freund und wir führten eben unsere Hunde aus.

Es ist einer jener wunderbaren ersten Frühlingstage hier im Hinterthurgau. Die Bise pfeift zwar leicht über die Ebene, aber sonst scheint die Sonne und es blüht und grünt überall.

Wir sind beide arbeitssuchend wie das so schön heisst. Beide „Kunden“ des staatlichen Arbeitsvermittlungsprogramms. Beide jahrelang erfolgreich in der Medienwelt tätig. Gut ausgebildet, mehrsprachig und was das Herz eines jeden Personaldienstlers höher schlagen lassen sollte, selbständiges arbeiten gewohnt, auch wenn es halt mal ein Wochenende trifft oder den freien Abend den man ja mit der Familie hätte verbringen können.

Was hat ihn wohl zu dieser Äusserung getrieben? Mein Gedanke ist noch nicht zu Ende da poltert er los und erzählt mir, was ihm bei seinem letzten Vorstellungsgespräch passiert ist. Der Glückliche, er hatte ein Vorstellungsgespräch!

Unsereiner wird wenn überhaupt mit einem Schreiben beschieden, dass die Qualifikationen ausgezeichnet wären und mein Weg in der Arbeitswelt beachtlich, aber man hätte sich für eine nachhaltige Lösung entscheiden müssen und wünscht mir weiterhin viel Glück. „Nachhaltig“ wird im Jargon dann verwendet wenn der Stellensuchende schlicht zu alt erscheint oder es auch ist. Beides trifft auf mich zu. Es betrifft aber nur mein Geburtsdatum und nicht meine geistigen Fähigkeiten.

Meinen Freund und mich verbindet hier das gleiche Schicksal obwohl er einiges jünger ist, aber die 50 überschritten hat. Denn beide sind wir an unseren jeweiligen letzten langjährigen Arbeitsorten mit dem Hinweis auf Restrukturierung der Unternhemen entlassen worden. Dies ist einfach die Umschreibung, dass die Firmen nicht mehr gewillt sind ihre gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge an die Pensionskassen zu leisten. Ein unsinniger Passus in den Bestimmungen der Altersvorsorge erhöht mit zunehmendem Lebensalter die Pensionskassenbeiträge. Somit werden Arbeitskräfte für die Firmen teurer das stimmt, aber der Arbeitnehmer bezahlt ebenfalls einen höheren Beitrag in die Pensionskasse ein. Logik? Keine. Nur Kurzsichtigkeit und weg mit den hohen Lohnkosten. Die sind selbstverständlich nur bei den Normalangestellten hoch. In der Chefetage werden sie als notwendige Ausgabe, gar Investition in das blühende Fortbestehen des Unternehmens gesehen. So ist das. Also wir führen unsere Hunde aus und tauschen weiter unsere Erfahungen aus die wir auf unserer Stellensuche gemacht haben. Am meisten sind wir immer wieder schockiert über die Art und Weise wie Personalverantwortliche an ihren Posten sitzen können die über keine aber gar keine Kinderstube verfügen. Wenn schon nie eine Antwort auf eine Bewerbung folgt, was einen grossen Teil ausmacht, dann sind es vorgefertigte Absagebriefe die wenn überhaupt, vom Bürolehrling unterschrieben werden. Ja, wo soll der Lernende es denn sonst lernen?

Da wird man doch von der Arbeitsvermittlungsstelle angehalten möglichst umtriebig zu sein und zu bleiben. Falls man es nicht wäre werden einem die Taggelder gestrichen, folgt umgehend die Drohung und Konsequenz. Mit dem persönlichen Berater oder der Beraterin werden die monatlich abzuliefernden „Arbeitsbemühungen“ festgelegt. Da ist man also umtriebig und aktiv und gibt sich Mühe möglichst einfallsreiche und gute Bewerbungen zu schreiben. Jede auf den möglichen Arbeitgeber zugeschnitten, ja keine Standardtexte verwenden wird in den zahlreichen Ratgebern zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen gemahnt. Die Arbeitsvermittlungsstelle grüsst in jedem Schreiben auch mit der Versicherung, dass sie sich gerne bei der Stellensuche behilflich zeige und freut sich dann auch noch über einen Besuch . Der Besuch ist eh vorgeschrieben und wird vom Beratenden festgelegt. Eine aktive Hilfe bei der Stellensuche haben wir beide noch nicht erlebt. Zynismus pur.

Und was erhält man zurück? Nicht das wir beide nun etwas erwarten. Oder doch! Wenigstens den Minimalanstand, auf ein Bewerbungsdossier zu antworten.

Aber es geht noch schlimmer. Wie meinem Freund geschehen. Die Freude über das anstehende Bewerbungsgespräch währte kurz. Man liess ihn erst einmal kommen und dann wieder warten. Ein „meet and greet“ sozusagen. Dann der erlösende Anruf er hätte es in die zweite Runde geschafft. Also wieder hin. Es sollte ein Nachmittag mit Gratisarbeit für den vielleicht zukünftigen Arbeitgeber werden. Er musste ein Protokoll in gängiges Mediendeutsch übersetzten und dann noch ein Projekt das die Firma im Auge hat, in drei Varianten, einfach, mittel und top ausarbeiten. Danach beschied man ihm, dass seine Arbeit hervorragend wäre, er sich nun aber gedulden müsste, da zuerst die Steuergruppe Personal und dann die Direktion darüber befinden werde, wie allenfalls weiter zu gehen gedacht würde. Ein Skandal, aber es ist wie wir beide herausgefunden haben gängige Praxis. Schlimmer ist nur noch das Gastgewerbe welches Servicekräfte einen Tag zur Probe arbeiten lässt. Ohne Bezahlung und dann eine abschlägige Antwort gibt. So kann man auch eine Gaststätte billig führen! Die Hoffnung auf eine Stelle ist bei den Betroffenen grösser als die Bereitschaft sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Und die Personalverantwortlichen? Früher hatte man die Hofnarren die waren auch immer am Fuss des Thrones ihrer Mächtigen zu finden. Die hatten manchmal auch sehr gute Ideen und wurden gehört. Personalverantwortliche sitzen heutzutage in jedem Geschäftsleitungsgremium, auch als Narren denn zu sagen haben sie nichts. Es wird ihnen gesagt was sie zu tun haben und dies nicht etwa von den Chefs. Nein, die machen sich auch nicht die Hände schmutzig sondern lassen externe Berater ein Papier verfassen das sie dann vorlesen und eben an die Personaldienste weitergeben, da stehen ja die Massnahmen drin. Da hatte es der Hofnarr eigentlich besser. So bleibt uns beiden Hundevätern nur eins, sich weiter zu Bemühen um Arbeit, denn das ist es, was wir wollen.

Vielleicht gibt es dann ein Hallo, einen Kuss und einen Fick…………

Endlich einmal herrlich unkorrekt

Wir wissen manchmal gar nicht mehr wie wir uns verbal verrenken müssen, damit auch kein Fünkchen politischer Unkorrektheit irgendwo zu finden ist.

Diese politische Unkorrektheit kehrt so manches unter den Teppich, das wenn es eigentlich richtig formuliert werden würde, uns manchmal zum lächeln bringen könnte und unser Leben deshalb leichter machte. Oder nicht?

Werbung aus früheren Zeiten hat gerade dies gemacht.

Aber seht selbst was hier im NZZ Folio zusammengetragen worden ist.

Und sage niemand, dass es nur immer die Frauen trifft…..

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Die sieben jungen Geisslein

Alter Hut möchte man meinen. Die Geschichte kennen wir doch aus Kindertagen. Das Märchen vom Wolf der die Geisslein fressen möchte.

Aber kennen wir sie wirklich?

Die Presse ist voller Verwunderung. Ungläubigkeit und Verzückung halten sich die Waage. Was ist geschehen?

Der Herr Trump habe sich wie ein richtiger US Präsident aufgeführt loben die Medien.

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Anlass war seine erste Rede vor dem versammelten Kongress. Frisch gestylt sei er und trage jetzt auch eine wunderbare gestreifte Krawatte. Nicht mehr diesen agressiv roten Balken der ihm bis fast zu den Knien baumelte. Na sowas? Gemässigt sei sein Ton, der Wille zur Zusammenarbeit mit der Nato ungebrochen.

Einzig die Mauer zu Mexico, die will er schon noch bauen und das Gesundheitssystem nach seinen Vorstellungen revolutionieren.

Aber sonst nur konziliantes Gesäusel aus den immer spitz gekräuselten Lippen. Vom Saulus zum Paulus wird die Veränderung kaum gewesen sein.

Dann doch eher der Wolf und die sieben jungen Geisslein. Damit reiht er sich nahtlos in die Gilde jener Politiker ein, die vor den Wahlen herumtoben und alles verunglimpfen. Wenn sie die Wahlen gewonnen haben, fressen sie Kreide und geben sich ruhig und gezähmt.

Ob das in dem Masse nun auch für Herrn Trump zutrifft, wir dürfen gespannt sein.

Ob es nur eine weitere Taktik ist die der Einlullung dient, damit im Hintergrund die Fäden neu gespannt werden können?

Man möchte sich wünschen, dass der Vorrat an Kreide nicht so schnell zu Ende geht…..