Da war noch was

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Ach ja, dieser wunderbare vereiste Brunnen in einem Innenhof mitten in Zürich. Er lässt mich beinahe vergessen was alles diese Woche noch so los war.

Am 21. Januar war der Weltknuddeltag. Was? Weltknudddeltag, aha. Was macht man da? Man knuddelt eben alles und jeden der einem über den Weg läuft. Wunderbar, die Gelegenheit für alle Grippeviren von einem Träger zum andern zu springen. Da wundert man sich dann über die Grippeepidemie!

Will ich denn alle knuddeln. Ja es soll sogar gesund sein wird in den Medien berichtet. Es macht fröhlich und gerade in unserer schwierigen Zeit soll es das Zugehörigkeitsgefühl stärken. So ist das also. Ich habe hier bei mir auf dem Land nichts davon mitbekommen. Ich könnte sagen die Menschen sind das ganze Jahr über nett und freundlich. Man grüsst auf der Strasse auch Wildfremde. Müsste man sie denn an diesem Tag auch knuddeln? Das erstaunte Gesicht so eines Dorfbewohners möchte ich sehen.

Aber es braucht den Knuddeltag, ganz sicher. Es ist wie mit allen diesen Gedenktagen. Von Valentinstag bis Muttertag. Einmal im Jahr kann man sein Gewissen beruhigen. Man hat ja daran gedacht. Dann weiter zur Tagesordnung. Bis zum nächsten Jahr. Was dazwischen ist zählt nicht. Wie schön wäre es doch, wenn halt einfach mal so geknuddelt wird. Aber bitteschön, ich möchte selber bestimmen wen ich knuddle und von wem ich geknuddelt werde.

In Davos ging das Weltwirtschaftsforum zu Ende. Mit grossartigen Erkenntnissen. Die Roboter kommen. So, so. Die kommen seit ich denken kann. Aber jetzt sollen sie uns wirklich das fürchten lehren. Stellen abbauen und alles für uns erledigen. Gut das kennen wir auch schon. Zumindest jene die sich den Rasen vor dem Eigenheim durch so einen Mähroboter maniküren lassen. Oder auch der Roboter der staubsaugt. Beide habe ich nicht im Gebrauch. Einmal weil ich keinen Rasen zu pflegen habe und dann weil für mich staubsaugen so etwas meditatives hat. Jeder Krümel am Boden hat seine Geschichte und liegt aus einem Grund doch da. So jedenfalls denke ich wenn ich sie im Staubsaugerrohr verschwinden sehe. Ich mache mir mehr Gedanken wie wir mit diesen Robotern umgehen werden. Es werden neue Berufsbilder entstehen, ganz bestimmt. Roboteroperateure wird es geben. Gibt es doch schon. Nämlich diese US Soldaten die irgendwo in versteckten Basen, vielleicht in Colorado oder Idaho mit ferngesteuerten Drohnen spielen. Diese vernichten dann im fernen Afghanistan oder sonstwo die bösen Feinde. Manchmal halt auch liebe Menschen. Aber das wissen sie nicht, denn es ist wie Playkonsole spielen. So einfach ist es mit diesen Robotern. Nein, ich kann mir durchaus Roboteroperateure in allen Berufen vorstellen. Denn es ist doch wie ehedem bei diesen Tamagochis aus den 80er Jahren. Wenn sie nicht gefüttert werden, tun sie auch nichts. Heisst wenn keiner sie programmiert haben sie auch keine  Ahnung was sie machen sollen. Also hier steckt doch unsere Chance da bin ich zuversichtlich. Da wird es uns Menschen brauchen.

Es wird uns weiter brauchen da bin ich ganz sicher. Nur wir müssen umdenken. Das ist doch eine Fähigkeit die wir Menschen immer gehabt haben. Uns mit neuen Lebensformen bekannt zu machen und dann unser Ueberleben zu sichern. Wenn ich in den Medien lese was dazu gerade ein weltbekannter Investor für Ansichten in Davos geäussert hat bin ich fast schon zuversichtlich. Er meint die EU wird auseinanderfallen. Die Flüchtlingspolitik sei verfehlt und Putin habe perfide Pläne seine Ideen zur Erlangung der Vorherrschaft,  umzusetzen. Den erlauchten geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik lässt er Hühnchen und Salat reichen. Dabei erläutert er seine Ansichten. Die Hühnerknochen mögen den Anwesenden im Hals stecken geblieben sein, ob soviel klarer Voraussage. Für mich liest sich alles wie der Blick in die Kristallkugel. Keiner weiss wirklich etwas, alle reden um den heissen Brei. Es sind Ideen gefragt.

Vielleicht helfen uns dabei ja die in Aussicht gestellten Roboterheere die bald überall einziehen werden, wieder kreativ zu werden. Kreativer als das Weltwirtschaftsforum in Davos dessen Haltbarkeitsdauer wohl abgelaufen ist. Denn kein müder Demonstrant hat sich dieses Jahr in die Berge verirrt. Gegen das was dort ablief lohnte es sich nicht einmal mehr zu demonstrieren. Das ist er doch der Beginn des Umdenkens. Nur hat er unten seinen Anfang und nicht oben.

 

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