Schneeköniginnen

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Ringier Presse Blick 27.2.16 unter dem Titel so stellt Lara sogar Vonn in den Schatten…

Das klingt doch nach Sieg für die Schweizerin in der diesjährigen Ski Konkurrenz. Ich habe mir dieses Bild für meinen Blog gespeichert und staune nicht schlecht, als ich den Titel für dieses Foto lese.

„Teaser-Lara-Vonn-Kugelkampf.jpg“. Wunderbar.

Ich dachte immer die beiden Damen laufen Ski und es ginge um die grosse oder kleine Kristallkugel die in diesem Wettbewerb zu gewinnen sind.

Nun bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Welche Kugeln hat denn die Redaktion gemeint? Ein Schelm, der dabei was anderes denkt!

Die Zeiten sind vorbei, als wir die rotbackigen, schwer atmenden und verschwitzten Skigirls am Ende einer Abfahrt vor den TV Kameras sahen. Da wurden in unverständlichen Dialekten von bayerisch über tirolerisch oder schweizerdeutsch erste Stellungnahmen zum Rennen in die Mikrofone der Reportermeute gegrunzt. Aber nett waren sie doch diese Skimädchen. Und so natürlich. Nach der Karriere als Skiläuferin werden sie heiraten und in ihrem Heimatort eine Skiboutique oder Skischule eröffnen. Alles gut und sie werden uns stets in Erinnerung bleiben. Mädchen auf Skiern.

Heute sind es gestylte Schneeköniginnen die von ihrem PR Berater geschult sind. Ein Heer von Stylisten beschäftigen und nach dem schwierigsten Rennen perfekt in die Kameras lächeln. Dabei beantworten sie die Fragen der Journalisten in perfekt geübten Sätzen. Alles perfekt eben.

Heute interessiert das darunter, unter dem hautengen Skianzug fast mehr als die Künste auf den Brettern die über Sieg oder Niederlage im Rennen entscheiden. Bei der einen, Lara Gut, ist der Bademantel lasziv geöffnet und zeigt die Kugeln. Bei der andern, Lindsey Vonn,  wird gleich der ganze Körper zum Bodypainting-Kunstwerk. Und zeigt ebenfalls die Kugeln.

Die Schneeköniginnen können auch „Playmate“ spielen. Dabei verdienen sie bestimmt ein mehrfaches wie damals die Skimädchen. Es sei ihnen gegönnt.

Ob sie eines Tages dann doch noch heiraten und eine Skiboutique eröffnen wissen wir heute nicht.

Wir werden um den Kampf der Kristallkugel mitfiebern und hoffen dann auf Siegerbilder mit der redaktionellen Unterschrift. „Kristallkugel vor Kugeln.jpg“

Wahl der Qual…

….oder ist es doch die Qual der Wahl?

Egal in zwei weltwichtigen Gremien stehen die Präsidentschaften zur Wahl.

Bei der FIFA, dem Weltfussballverband und in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ich habe mir Kopfformen und Frisuren der wichtigsten Kandidaten angeschaut und komme zum Schluss, der Eine eher ein Eierkopf der Andere ein Eierkopf im Stroh. Der Eine ein Schweizer mit italienischen Wurzeln. Da weiss man noch wo die Wurzel ist.

topelement.jpgGianni Infantino für die FIFA, Ausschnitt aus der Kandidatenpräsentation im Blick. Interessant: In Italien versteht man unter einem Infantino eine Plastikquetschflasche gefüllt mit Babybrei zur Fütterung der Kleinen.

Der Andere ein Amerikaner, dessen Wurzeln im Komglomerat sämtlicher Einwanderungsgenerationen liegen mögen.

index.jpgDonald Trump als Präsidenttrump_0425.jpg der Vereinigten Staaten von Amerika. Time Magazine hat sich sogar die Mühe gemacht, das Geheimnis der Trumpschen Haarpracht zu lüften. Für alle die Getreuen die es nach frisieren wollen. Toll!

Eines vereint diese beiden Männer. Gier, Macht und Geld. Anders kann ich es mir nicht erklären, wenn man so ein Amt anstrebt. Muss man dafür auch etwas können? Ja, eine ganze Menge. Rücksichtslosigkeit ist eine wichtige Eigenschaft, Versprechungen machen was das Zeug hält. Versuchen soviele Selfies mit seinen Fans zu posten wie es nur geht. Täglich in den Medien präsent sein. Das hat dann den Effekt, dass alle meinen der gehöre dazu, sei Teil des eigenen Alltags. Dann ist er in allen amerikanischen Stuben oder auf allen Fussballplätzen auf dem Sitz neben mir auf der Tribüne. Und ich gehöre auch dazu. Ja bin im Astralkreis der Erlauchten. Wenn doch nur am Fernsehen, wo ich die Wahlveranstaltungen verfolge. Das mache ich auch nur, weil da etwas läuft. Verzückte Hausfrauen schwenken aufgeregt Wimpel mit dem Sternenbanner in die Kameras. Der Kandidat, drückt Hände. Er zeigt mit dem Finger immer wieder in die Menge als ob er jemanden kennen würde. Auch Hillary Clinton hat diese Geste im Angebot.Winkt auch. Es ist grauslich schön. Am Schluss dann die Ansprache. Neben ihm die gebügelte Gemahlin. Sie bleckt die schneeweissen Zähne. Lächeln ist bekanntlich die beste Art seinen Feinden die Zähne zu zeigen. Applaus und Musik der Kandidat eilt davon. Die Menge tobt.

Ganz anders bei der FIFA. Der Kandidat zeigt sich gerne mit afrikanischen Potentaten. Die sind besonders wichtig für seine Stimmen. Ja und Afrika ist wichtig für den Fussball. Heisst es. Und das Geld das angeblich die Afrikaner zur Stimmabgabe, wie Zuchtbullen zur Samenspende, gefügig machen soll, ist keineswegs aus undurchsichtigen Quellen. Nein, wo kämen wir denn dahin? Es ist einfach da und basta. Bösartig, wer dabei denkt es wäre schon fünfmal in einer schweizerischen Geldwaschmaschine, veredelt worden. Das hat doch schon der gefeuerte Vorgänger vorgelebt. Weisse Weste. Jahrzehnte lang. Den Kandidaten verbindet überdies die Herkunft aus der gleichen Ecke der Schweiz. Das ist bestimmt ein Qualitätsmerkmal für die Kandidatur. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Eines weiss ich sicher. Ich bin froh, muss ich nicht hier oder da wählen gehen. Das erspart mir glaube ich vieles. Denn wie es im Volksmund heisst. „Nur die allergrössten Kälber, wählen ihre Metzger selber“.

Das bleibt mir erspart…

Ist schon Frühling?

Das Wetter macht so seine Kapriolen. Am Wochenende bin ich noch durch den verschneiten Schwarzwald gefahren. Auf den Höhen liegt viel Schnee. Die Strasse über den kleinen Pass ist nicht geräumt. Tiefe Fahrspuren halten meinen Wagen wie auf Schienen und ich werde gelenkt. Normalerweise tue ich das selber wenn ich am Steuer sitze. Der Untergrund ist vereist. Von Schneeräumung halten sie offenbar nicht sehr viel in diesem Teil der Welt. Trotzdem geniesse ich die Fahrt. Zusammen mit meinem treuen, schwarzen Begleiter, meinem Pudel. Der liegt wohlig auf der Rückbank und hat keine Ahnung wie vorsichtig ich um alle Kurven gleiten muss, damit ich doch nicht von der Strasse wegrutsche. Unten im Tal wird es dann wieder besser. Wenig Schnee dafür viel Wind und stürmisch.

Nun bin ich wieder bei mir zuhause und heute ist hier Frühling. Die Sonne scheint, es ist warm und ich merke, dass ich wie immer um diese Jahreszeit, Lust habe auf Veränderung. Ich stelle Tulpen in eine Vase. Ich liebe Tulpen. Sie haben für mich den Frühling in jedem Blatt. Am liebsten habe ich sie, wenn sie so richtig offen sind. Die Blütenblätter weit gespreizt. Das sieht so nach einer Jugendstil Impression aus. Ich mag die verschiedenen Farben. So werde ich bis es keine mehr zu kaufen gibt, jede Woche einen anderen Strauss mit Tulpen in eine Vase stellen. Immer in einer anderen Farbe. Bunt gemischt oder nur uni. Auch sonst steht mir der Sinn nach Veränderung. Vielleicht werde ich mich von meinem Bart trennen. Den habe ich über den Winter wachsen lassen. Gut es liegt im Trend, einen Bart zu tragen. Aber ich muss ja nicht jeder Mode folgen. Das Hautgefühl, wenn alles wieder frisch rasiert ist, das ist dann auch ein Frühlingsgefühl. Ich bin voller Tatendrang. Das bin ich eigentlich meistens. Aber so an einem Tag wie heute da juckt es mich Veränderungen irgend welcher Art zu machen. Seien es nur ganz kleine. Mal wieder ein Bild von einer Wand an eine andere hängen. Am Abend ein neues Gericht ausprobieren. Kleinigkeiten, gewiss. Sie geben mir das Gefühl von Frühling.

 

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Und da ein einzelner solcher Tag bekanntlich nicht den Frühling ausmacht, freue ich mich auf noch mehr solcher Tage.

 

Frühling auf Raten.

Valentin, oh Valentin…

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..wenn ich an diesen Tag denke kommt mir unweigerlich ein Freund von mir in den Sinn. Nein, nicht dass er mir jetzt Blumen geschenkt hätte an diesem Tag.

Er nennt diesen Anlass schlicht und lapidar „Floristenweihnacht“.

Ich überlege und muss ihm recht geben. Denn was da in den Blumengeschäften und Supermärkten an einfach und lieblosen Blumengebinden angeboten wird, kann nur den Floristen Freude machen und ihre Kassen klingeln lassen. Wenn schon der Tag gefeiert werden soll, dann möchte ich doch jemadem eine Freude bereiten. Oder nicht?

Gut Freude soll ja den lieben Frauen bereitet werden. Da hatten wir doch eben Weihnachten und es wurden bestimmt Geschenke gemacht. Jetzt also schon wieder und dann ist gleich Ostern um die Ecke. Man könnte sagen, uns Männern wird es leicht gemacht, Geld für unsere Angebeteten auszugeben. Aber muss es so phantasielos sein wie mit einem unsäglichen, überteuerten Blumengebinde? Eben doch nur Weihnachten für die Floristen. Wir Männer sind doch bestimmt einfallsreicher….

Und überhaupt, warum sollen immer nur wir etwas verschenken?

Heute möchte ich ausnahmsweise, und nur für diesen Tag, Japaner sein.

Dort schenken nämlich die Frauen ihren Männern zu Valentin Schokolade. Im Land von Sushi und Nintendo werden ausschliessliche die Herren der Schöpfung beschenkt.  Das nenne ich doch gerecht. Da sind auch der Phantasie keine Grenzen gesetzt wenn es um die Gestaltung der Präsente geht. Warum nicht Pommes in Schokolade getuncht? Beliebt sind auch die mit Schokolade überzogenen Ramen Nudeln, die man dort sonst nur in der Suppe findet.

Für die Frauen gibt es später im Jahr den „weissen Tag“ im März.

Also heute mal Japaner sein.

Weisse Hemden

 

Kuriose-Feiertage-11.-Februar-White-Shirt-Day-c-Nina-Claasen.jpg

Foto Nina Claasen

In meinem Kalender über kuriose Feiertage (ich habe ihn bereits erwähnt in diesem Blog) finde ich für den 11. Februar folgenden Eintrag.

„Tag des weissen Hemdes“ in Amerika.

Meine Neugierde lässt mich forschen. Dieser Tag beendete im Jahre 1937 einen Generalstreik bei General Motors. An diesem Tag sollten alle Mitarbeitenden des Konzerns weisse Hemden oder weisse Blusen tragen. Gemäss einer internen Weisung sollten die Hemden und Blusen bei der Arbeit nicht schmutziger werden, als die weissen Hemden ihrer Chefs!

Was für eine Weisung, denke ich. Wer weiss denn heute schon auf was er sich einlässt, wenn er ein weisses Hemd oder eine weisse Bluse trägt. Die global wirkenden Banker bestimmt nicht, oder?

Wenn an diesem Tag anstatt weisser Hemden und Blusen einfach weisse T-Shirts getragen werden dann ist es Ausdruck der Lebensfreude, weil man den geschichtlichen Hintergrund nicht kennt. Das ist doch auch etwas und sollte beibehalten werden.

Sterne vom Himmel

Heute morgen werde ich ganz früh geweckt. Mein Handy klingelt. Dran ist einer meiner liebsten Freunde. „Hey ich bin in Paris“, sagt er.

Ich sehe ihn zwar nicht, aber die Stimme verrät mir, dass er wohl strahlt. „Aha, in Paris, hast Du es nun gemacht?“, frage ich noch etwas schlaftrunken. Ja er hat. Mein Herz hüpft vor Freude. Der Spinner. Jetzt ist er tatsächlich nach Paris gefahren, um seiner Liebsten ein ganz besonderes Geschenk zu kaufen. Nur für einen Tag. Er hat mir bereits von seinen Plänen erzählt. Ich habe gedacht, na ja wieder eine seiner Ideen. Er ist ein junger Mann mit vielen Plänen und da kann es vorkommen, dass er manchmal etwas im Sinn hat, das sich dann doch als Luftschloss heraus stellt. Aber jetzt hat er es getan, er ist in Paris.

Wie schön, denke ich. Gerade in Zeiten wo ich immer der Ansicht bin die „Jungen“ würden sich zum Geburtstag höchstens ein mehr oder minder witziges Emoticon über ihr Handy schicken.

Er ist anders. Seine Angebetete hat Geburtstag und er möchte ihr zeigen, wie sehr er an ihr hängt. Erstaunlich, bis jetzt waren die Damen nur kurze kleine Feuerchen in seinem Herzen. Aber diese scheint es ihm angetan zu haben. Sehr sogar. Sosehr, dass er in aller Herrgottsfrühe aus Deutschland nach Paris gefahren ist, nur um dieses Geschenk zu holen.

Er hat schon lange davon geschwärmt.

Es soll in Paris eine Konditorei geben die die besten ja die allerbesten Macarons herstellt. Die besten der ganzen Welt. Macarons alleine waren doch etwas einfach. Er hat dann im Internet gesehen, dass die besagte Konditorei auch ganze Törtchen aus Macarons herstellt. So eines sollte es sein.

Und kein anderes und nur aus dieimages.jpgser Konditorei. Er ist also hingefahren um eines zu erstehen.

Das Bild zeigt ein Macarontörtchen quasi typähnlich. Ich weiss ja nicht wie die wirkliche aussieht….

Ein Romantiker. Das in der heutigen Zeit? Klingt doch mehr nach der Liebesgeschichte meiner Grosseltern. Aber eigentlich bin ich stolz auf ihn. Er macht etwas, was wohl viele Männer in dieser Situation nie machen würden. Er macht etwas Besonderes. Das ist doch was zählt.

Ich kann nur hoffen, dass die Dame dies auch zu schätzen weiss. Was heisst schätzen? Einen Dank sollte man ja nie erwarten, aber vielleicht hat er doch mitten in ihr Herz getroffen mit seiner Macarontorte.

Für mich ist er jemand der am liebsten die Sterne für seine Liebste vom Himmel holen würde. Eine schöne Geschichte und wahr dazu.

Thermomix oder 3D-Drucker?

Was denn nun? Ich habe weder das eine noch das andere Gerät. Aber eigentlich müsste man sie doch haben, oder?

Da sass ich neulich mit Freunden in einem sehr gepflegten Restaurant. Das Abendessen schmeckte toll. Die Teller eine Augenweide. Meine Freunde sind ausgezeichnete Köche und probieren ständig neue Rezepte. Bei ihnen eingeladen zu sein ist immer nebst gesellschaftlicher auch eine Freude für den Gaumen.

Also wir sitzen da und die Frage nach einem Dessert stellt sich. Die Angebote sehen alle verführerisch aus. Warum es mich wunder nimmt weiss ich nicht, dennoch frage ich meine Freunde, ob sie denn eine Eismaschine hätten. Ich kann mir vorstellen, dass hausgemachtes Eis köstlich sein müsste. „Nein“, sagen sie. Dafür gibt es den Thermomix. Aha, davon habe ich gehört. Für mich so ein Gerät, dass zwar alles kocht und macht, aber ob man es braucht darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich bin da immer skeptisch. Denke an den Abwasch und die Reinigung solcher Wundergeräte. Für meinen Singlehaushalt wird sich die Anschaffung nicht lohnen.

Falsch gedacht, sagen meine Freunde. Der Thermomix kann einfach ALLES. Auch Eis zubereiten. Alles was es braucht sind tiefgefrorene Zutaten und Zucker und fertig ist der Hochgenuss. Beeindruckend. Dabei kommen mir aber meine letzten Ferien in Spanien in den Sinn. Mein damaliger Gast schwärmte von selbstgemachtem Halbgefrorenem. Mit Früchten und ohne Zusatzstoffe. Kein Zucker sei nötig. Nur tiefgefrorene Früchte und Eiswürfel. Das klingt wunderbar denke ich. Ich besitze aber keinen Mixer oder Blender, um die Köstlichkeit herzustellen. Also in den nächsten Laden und so eine Maschine besorgt. Mein Gast übernimmt die Herstellung des Früchtezaubers. Es lärmt und knirscht das Gerät und aufeinmal steht es still. Es hat den Geist aufgegeben. Auch die Eiswürfel, die gemäss Anleitung auf der Verpackung im Nu zu Eisschnee werden sollten, sind ganz geblieben. Der Klumpen tiefgefrorener Früchte ebenfalls. Das Gerät macht keinen Mucks mehr. Wir bringen es zurück. Garantiefall meint die Verkäuferin und wir verlassen den Laden mit einem neuen Mixer. Den nächsten Versuch starten wir mit angetauten Früchten und eingekauftem gehacktem Eis aus dem Supermarkt. Das gelingt. Wenn mir einer sagt, das Auge isst mit, hat er recht. Denn es entstand aus dem ehedem farbenfrohen Waldbeerenmix eine undefinierbare lila Masse. Nicht besonders appetitlich. So ohne Zucker schmeckte alles nur sehr sauer. Das muss doch beim Thermomix dann ähnlich aussehen, denke ich.

Zuhause geht mir die Geschichte nicht mehr aus dem Kopf. Ich schaue im Internet nach was es zum Thema Thermomix gibt. Es gibt eine Menge. Kleine Filme die das Gerät loben. Dabei fällt mir auf, dass alle immer nur Brokkolisuppe und Schokoladenkuchen zeigen. Als ob ich mich zukünftig mit diesen beiden Speisen ernähren wollte. Die Kritiker weisen auf den enormen Zeitaufwand hin, den die Reinigung in Anspruch nimmt. Ich habe genug gesehen und gelesen und werde bei meiner Art zu kochen bleiben. Brokkolisuppe hin oder her. Der Schokoladenkuchen kann mir gestohlen bleiben und auf lila Waldbeereneis habe ich keine Lust.

Ich bin kein Freund von Datingplattformen. Obwohl eingefleischter Single denke ich manchmal es wäre ganz schön jemanden zu haben, mit dem man ein Stück des Lebensweges gehen könnte. Ich habe mich auf diesen Plattformen umgeschaut. Sogar Profile bei einigen hochgeladen. Kann nie schaden, denke ich. Aber was da so für Antworten kamen, hat mich nicht überzeugt. Viele Selbstdarsteller oder sonst irgendwie verschroben und wohl deshalb hier auf der Suche nach Partnern. Ich glaube immer noch daran, dass man jemanden einfach so trifft. So ganz natürlich auf der Strasse oder im Café. Dann sieht man doch gleich wer vor einem steht. Hört die Stimme und braucht sich nicht stundenlang zu schreiben was denn die persönlichen Vorzüge sind. Aber eben manchmal wäre es schön, jemanden quasi auf Knopfdruck zu haben. So um Mitternacht für einen Schwatz vor dem Zubettgehen.

Wäre das nicht eine Aufgabe für einen 3D-Drucker? Die stellen doch alles her, oder nicht? Warum nicht also einen Partner für mich? Wie müsste er oder sie denn aussehen? Da geht es für mich schon los. Zeichnen kann ich nicht besonders. Es müsste eine Vorlage geben. Einen Filmstar? Wohl kaum. Oder eine Bekanntschaft die mir aus einem Ferienfoto entgegenlächelt? Auch nicht. Oder soll ich ein paar Bilder im Photoshop übereinanderlegen und etwas ganz Neues erschaffen? Da käme ich mir vor wie der Schnitzer von Pinocchio und was wenn der aufeinmal ein Eigenleben führt? Ja gut eine hohle Puppe soll es auch nicht sein. Da könnte ich mir in einem entsprechenden Laden eine dieser aufblasbaren Ersatzkameraden besorgen. Das kommt auch nicht in Frage. Was würde ich denn mit dem 3D-Drucker anstellen? Ich glaube gar nichts und sehe ein, dass ich auch dieses Gerät in Zukunft nicht brauchen werde. Es kann einfach zuwenig…..