Helvetia et Liechtenstein Felix

Könnte ebenso gut heissen „da nuckeln nur noch die Lämmer“

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Yahoo Nachrichten vom 22.4.16

Aber nun der Reihe nach. Zuerst die glücklichen Eidgenossen.

Letzte Woche im Nationalrat zu Bern. Da verlässt Frau Sommaruga, immerhin Justizministerin des Landes, genervt den Saal. Der Redner Neonationalrat Köppel, ein Blocherschüler und strammer SVP-ler, hat sich verbal doch zu stark der Dame genähert. Bewerten kann man sein Votum zur Asylantenfrage nicht wirklich. Es war unterirdisch, wenn ich denn eine Meinung hätte.

Aber ich beobachte nur und es kam mir vor wie weiland im Sandkasten als die Büblein über die Sandküchlein die die Mädchen geformt hatten pinkelten.  Also die bösen Buben von der SVP heulen auf, schreien etwas von Unverschämtheit und sind gekränkt. Dabei konnte die Nationalratspräsidentin Frau Markwalder, später glücklich melden, dass die so geschmähte Magistratin nur zur Toilette gemusst hätte. Eine wahre Posse.

Ob soviel falscher PR kommt mir nur der Kalauer von Wilhelm Busch in den Sinn der da lautet:

„Wie lieb und luftig perlt die Blase Der Witwe Klicko in dem Glase…“

aus seinem Werk „Die fromme Helene“.

Wo waren die überhaupt die hochbezahlten PR-Berater, natürlich auch Beraterinnen die den Supergau „verlassen des Ratssaales durch ein Mitglied der Regierung“ nicht aufarbeiten oder gar ein Szenario zur Verfügung haben?

Es ist wie bei den niedlichen Lämmchen auf dem Eingangsbild, man nuckelt weiter am Fläschchen und alles ist gut.

Und jetzt unsere Nachbarn die Liechtensteiner.

Ha, da tut sich endlich etwas vor unserer Nase, in Liechtenstein! Bekanntlich gibt es nichts besseres von inneren Problemen im Land abzulenken, als mit einem erhobenen Zeigefinger und verständnislosem Kopfschütteln auf den Nachbarn zu zeigen. Das tut so gut.

Was ist im „Ländle“ denn geschehen, diesem kleinen Fürstentum absolutistischer Prägung, wo es immer noch heisst „Gott, Fürst und Vaterland“ wenn man die Ordnung dort auf einen Nenner bringt?

Da gibt es ja den Vertreter Gottes, den Wolfgang Haas. Frührer war er mal Bischof in Chur, wurde dort aber wegen seiner erzkonservativen Haltung nicht geschätzt und fortbefördert.

Ja befördert, ganz nach dem Peterprinzip, denn der Fürst, also der zweite in der obgenannten Ordnung, baute um den Bischof herum ein eigenes Erzbistum in Vaduz. Immerhin ist der Bischof ein gebürtiger Liechtensteiner. Der Volksmund nennt das Bistum schlicht „Ha(a)siland“.

Soviel zur Vorgeschichte. Das ist schon eine Weile her.

Wolfgang Haas spürt wohl, dass auch er irgendwann vor seinen höchsten Herrn treten wird und sorgt nun hier auf Erden vor. Womit denn?

Mit einem pompösen Grabmahl, dass für sehr viel Geld errichtet werden soll. Na ja es soll so eine Art WG für spätere Kollegen des Bischofs werden. Nach deren Ableben natürlich, also eine Krypta.

Die Liechtensteiner werden ganz brav und getreu dem Grundsatz der Lämmerherde, am Fläschchen nuckelnd, ihrem Bischof diesen Wunsch erfüllen. Und einer ist dann in Liechtenstein felix.

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