Montag Blues

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Wem das nur eingefallen sein mag…?

Bei mir ist es wieder soweit. Die neue Woche fängt auch hier mit dem Montag an.

Soweit ist noch alles in Ordnung, bis ich meine Lebensgeister mit einem frisch gebrühten Kaffee wecken will.

Da steht sie nun in meiner kleinen Küche. Die Kaffeemaschine! Nicht irgend so ein poppeliges Ding. Nein! Ein Designerstück. Schwarz glänzend mit matt abgesetzter Wärmeplatte für die Tassen obenauf. Chic. Wenn sie eingeschaltet ist leuchten die Programmtasten auf, und sogar die Abstellfläche wo man die Tasse unter den Ausgabehahn hinstellen kann ist beleuchtet. Der dampfende Kaffeestrahl wird so zu einem apokaliptischen Nebel bevor er in der Tasse landet und mit einem kecken Schäumchen obenauf steht der trinkbare Hochgenuss dann fertig vor mir.

In meinen Träumen, denn es ist Montag.

Maschine einschalten, Kontollblick auf den Kaffeebohnenbehälter. Der ist voll. Abwarten bis alles bereit und aufgewärmt ist….

Doch da hat der Chip in meiner Maschine beschlossen, mir sämtliche Möglichkeiten aufzuzeigen wie ich NICHT zu meinem Kaffee komme. Natürlich über das Display. Los geht es damit, dass es offenbar zuwenig Wasser im Tank haben soll. Also auffüllen, war zwar schon mehr als die Hälfte voll, aber was soll’s.

Aha, die Abtropfschale und der Satzbehälter sollen auch voll sein. Nachsehen, stimmt, also leeren und einsetzen. Jetzt müsste es losgehen und ich freue mich auf das Mahlgeräusch welches die Kaffeebohnen in eine Portion Kaffeepulver für meinen Morgentrank verwandeln soll.

Weit gefehlt. Laut meinem interaktiven Display wird nun das „Entfetten der Brüheinheit“ angezeigt. Interaktiv ist die Anzeige deshalb weil jeder Schritt mit „ok“ gegenbeantwortet werden muss. Und diesen Schritt mit der Entfettung kann ich so für diesmal überspringen.

Endlich Kaffee?

Nein, jetzt werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch genau 50 Einheiten meines geliebten Frühstücksgetränkes beziehen kann, bevor ich die Maschine entkalken muss.

Aber „ok“ sei Dank auch diese Information kann ausgeblendet werden und nun scheint die Maschine mit mir zufrieden zu sein denn endlich gluckst sie leise und brüht Kaffe auf, der nun in beleuchtetem apokaliptischem Dampf, in die Tasse fliesst.

Kann mir nun jemand erklären, wieso wohl irgend ein Techniker oder Produkteverantwortlicher den Chip in meiner Maschine so programmiert hat, dass dieser Fragenkatalog immer am Montag aufleuchtet?

 

Frida ist da..

Wie die Negative die früher der Fotograf in der Dunkelkammer zum trocknen aufgehängt hat, reihen sich die Bilder über Frida zu Erzählungen auf. Sie sind lebendig und berichten über eine Frau aus der Ostschweiz. Sie werden zu bunten Bildern. Zusammengetragen von ihrem Enkel. Ihr Leben beginnt im ausgehenden 19 Jahrhundert und sie erlebt das 20. Jahrhundert als junge Frau und Mutter. Sie wird am Ende ihres Daseins auf eine reiche Zeit zurückblicken. Familie und der geliebte Mann begleiten sie. Die Wirren zweier Kriege fordern auch in der Schweiz ein umsichtiges handeln der Frauen, um für die Familie den Fortbestand für die Zeit danach zu sichern. Der technische Fortschritt und die immer rasantere Lebensweise nach dem 2. Weltkrieg sind neue Herausforderungen denen sie sich stellen muss. Sie versteht es in allen Lagen Frau zu sein und zu bleiben, ohne die Bedeutung des Wortes Emanzipation zu kennen. Eine Frau mit jeder Faser die es einfach versteht, sich durchzusetzen und keine Mühe damit hat, dass ihre Ausstrahlung ihr die gerechte Aufmerksamkeit zu kommen lässt.

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erhältlich im Handel ab 15. Oktober 2016 ISBN 9783990183854