Immer diese Alten

  • Weniger Lohn für ältere Arbeitnehemer, runter vom Chefsessel
  • Alte verprassen die Rente im  Ausland, keine Wertschöpfung zuhause
  • Alte weniger operieren, Palliativpflege ist billiger
  • Alten keine Wohnungen an andern Orten vermieten, fallen dort zur Last

Kein Tag vergeht wo sich nicht irgendwo in der Presse ein Experte oder eine Expertin besorgt zum Thema Umgang mit den Alten meldet. Die oben angeführten Beispiele sind neueren Datums und alle aus der Schweiz.

Dem Land das sich der Neutralität verschrieben hat, die guten Dienste überall anbietet, nur nicht innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Wo Henri Dunant und das rote Kreuz Weltruf erlangt haben.

Was ist eigentlich los? Nennt man das „Altenbashing“?

Es ist die Verrohung von Respekt und Anstand in Reinkultur. Angezettelt von Leuten die selber längst im Rentenalter sind. Im Bundesrat wirken oder in der „Gehirnzelle“ einer Grossbank. Ihre Hinterteile haben sie längst mit Schnellkleber auf ihre Stühle geklebt. Ihre Pfründen beiseite geschafft. Wollen uns, da gehöre ich auch dazu, bevormunden und der Welt weis machen wie man mit Alten umzugehen hat.

Sie sind aber nicht allein. Die Chefin der Freisinnigen scheint schon in jungen Jahren auf der Wolke der geistig Unbedarften zu leben und flötet von dort ihre Kampfparolen gegen die Alten hinab ins Land.

Heil dir Helvetia, hast noch der Söhne ja…heisst es im Schweizerpsalm. Im Zuge der Gleichberechtigung müsste noch eine Zeile für die Töchter eingefügt werden.

Wo früher tausende junge Schweizerfamilien das Land verlassen haben, weil sie kein Auskommen finden konnten in den bitterarmen Bergtälern,  da zieht es die Alten nach Thailand. Dort werden sie von pausenlos lächelnden guten Geistern umsorgt und kommen mit ihrer Rente bestens klar.

In der Schweiz je länger je mehr ein Ding der Unmöglichkeit.

Ja gut, die Experten und Expertinnen für Altersfragen reiben sich die Hände. Die Alten sind weg, Ziel erreicht.

Diejenigen die immer noch Arbeit haben, nämlich die unter 50-jährigen, die drüber sind den Unternehmen zu teuer, dank der Sozialabgaben und werden meist in Frührente geschickt und fangen nach Meinung der Expertenschaft schon damit an ihre Rücklagen zu verprassen. Also diejenigen können über Skype mit Oma und Opa kommunizieren. Die lästigen Heimbesuche an Ostern, Muttertag und Weihnachten fallen dann weg.

Ich für meinen Teil plane doch noch zum Aussteiger zu werden. So wie es früher mal Mode war, damals als man bei der Rückkehr in die Heimat auch wieder eine Arbeit gefunden hat. Aber ich will aussteigen, damit ich mir diese beängstigende Haltung gegenüber den Alten die um sich greift nicht antun muss.

Ich werde in das sonnige Spanien ziehen. Dort reicht meine Rente und ich nehme dank meiner Sprachkenntnisse am Leben der Einheimischen teil. Freue mich am Zusammenleben der Generationen wenn ich im Ort auf dem Dorfplatz unter Orangenbäumen im Schatten sitze und meinen „café con hielo“ trinke.

 

 

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