Der Datenschutz und seine Kinder

Wunderbar finden wir es doch allemal, wenn wir wissen, dass wir geschützt durchs Leben gehen. Die Wunschträume aller Eltern sind wahr geworden. Wir sind als Kinder behütet und dank dem ausufernden Datenschutz auch ein Leben lang geschützt?
Ein Trugschluss! Der gläserne Mensch gibt mehr preis als ihm lieb ist. Nur er merkt es nicht und die einlullende Sicherheit die ihm der omnipräsente Datenschutz gibt, macht ihn glücklich.
So glücklich werden auch diese Kinder später einmal sein, wenn sie ihr Klassenfoto wiedereinmal finden. Denn sie haben keine Ahnung mehr, wer die Schulkameraden waren.
Weggeschützt!

Bild Klassenfoto geschwärzt vom 2.8.18 Kopie

Foto aus der „Bild“ vom 2. August 2018

Veganes Glockenspiel

Geradezu harmlos mutet die Briefmarke der Bundespost aus dem Jahre 1958 an. Aus der Serie der deutschen Märchen zeigt sie hier die Geschichte vom Fuchs der die Ga220px-DBP_1958_286_Fuchs_du_hast_die_Gans_gestohlen.jpgns gestohlen hat. Aber eben das war 1958 und in einem ganz anderen Jahrhundert. Da durften sich die Kinder noch mit leichtem Gruseln die Märchen von Grimm und Konsorten aus dem Mund der Grossmütter, Tanten oder auch Eltern anhören. Ja damals ist den Kindern gerne noch eine Geschichte vor dem Insbett – Gehen vorgelesen worden. Keinen kümmerten die möglichen Albträume die die Kleinen vielleicht danach hatten, wenn sie sich vorstellen sollten was der Fuchs nun mit der armen Gans anstellen würde. Anstatt sie wieder herzugeben. Das war eben noch in einem anderen Jahrhundert. Heute ballern sich die lieben Kleinen noch ein kleines Kriegsspiel auf ihrem Babylaptop rein, bevor sie schlafen gehen. Keine Grossmuter, Tante oder geschweige denn Eltern die sich da Sorgen machen würden. Ob das Spiel dann Albträume auslöst ist dahingestellt. Es geschieht ja alles im Schutz des heimischen Kinderzimmers.

Und da darf es auch sein. Aber nicht an der Öffentlichkeit. Dort herrschen andere Sitten in unserem Jahrhundert. Dort wettern die Medien über alles was ihnen politisch nicht korrekt erscheint. Dazu gehört es natürlich zum guten Ton auch die Essgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Nein, nicht die des Fuchses, dem ist diesbzüglich die Presse wurscht, und da wären wir schon beim Fleisch. Also vegan sollte man bitteschön sein. Das sollte jetzt auch der letzte Dorftrottel begriffen haben. Und wenn dann noch ein Glockenspiel einer Kirche in Limburg Deutschland das nicht begriffen hat, dann muss eine Petition her und zwar schnell.

Kirchturm? Limburg Deutschland? Jawohl. Die haben nämlich ein Glockenspiel und das schon sehr sehr lange. Blöd nur, das die abgespielten Liedchen nicht politisch korrekt ausgewählt worden sind. Damals vor langer Zeit. Denn sonst wäre es unmöglich gewesen das Kinderlied vom Fuchs der die Gans gestohlen hat im Repertoire des Glockenspiels zu belassen.

Ge- und besungene Brutalität und Fleischeslust das war einer Limburgerin eine Einsprache beim Bürgermeister wert.

Dieser, ganz politisch korrekt und wahrscheinlich angepasster Sitzpinkler, liess darauf hin das Lied des Fuchses aus dem Angebot des Glockenspiels entfernen.

Wie wunderbar, Limburg Deutschland hat nun ein veganes Glockenspiel.

 

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Nun ist es da das neue Jahr. Offen für alle Möglichkeiten.

Symbol dafür, die umgelegte Acht.

Das bedeutet Unendlichkeit in der Mathematik.

Unendlich werden auch die Neuigkeiten sein die uns dieses Jahr überraschen werden. Aber auch unendlich sind die Gelegenheiten wo ich mein Leben gestalten darf.

Darauf freue ich mich sehr.

Weggesperrt habe ich alle unsinnigen und bis zum Überdruss in den Medien durchgekauten Begriffe wie

#me too ➡️ es hat uns alle getroffen.

Wir waren dabei, ob wahr oder unwahr.

Hauptsache die Presse stimmt für alle und das Thema wird nicht wirklich behandelt. Oder doch.. im Bundeshaus zu Bern geht es zu wie im Kindergarten. Anstatt zu regieren und zu beschliessen, vergeudet man lieber die Zeit und die Sitzungsgelder mit vordringlichen Massnahmen wie dieses Thema zu regeln wäre. Alles nur, weil ein mehr der weniger konstant besoffener Walliser Nationalrat irgendwelche unverhältnismässigen Avancen an weiblichen Ratsmitgliedern getätigt hat. Die Frauen im Bundeshaus wissen sich offenbar gar nicht zu wehren die Armen. Sie können einem nur leid tun. Der gute Mann kommt ja aus dem Kanton mit der teuer subventionierten Weinproduktion. Wie soll er da anders auftreten wie bei sich zuhause? Dort ist die Flasche eben schneller offen als ein Kaffee zum Frühstück gekocht.

Fake News➡️ gebt mir jeden Tag mehr davon! Ich kann es kaum erwarten!

Spiegel unserer Zeit. Es darf geklaut und gelogen werden, um Erfolg zu haben. An sich nichts Neues. Heute aber einfach nur mediale Perversion, kultiviert durch den mächtigsten Mann der Welt.

Dauergemecker➡️ es ist so einfach alles schlecht zu reden.

Aber es gibt zum Glück mehr Gutes. Nur verhält es sich hier nach dem Leitsatz „Tue Gutes und rede nicht darüber“. Daher ist es nicht immer leicht, das Gute zu finden.

No Billag➡️ leider nicht nur ein Warnschuss an die selbstgefällige schweizerische Fernsehgesellschaft.

Aber die Medienministerin des Landes Frau Bundesrätin Leuthard sieht keinen Handlungsbedarf für einen Plan B. Das könnte sich rächen. Es stehen genügend private Sender in den Startlöchern die das Programm des Staatsfernsehsenders übernehmen können.

Schockstarre➡️ ein wunderbarer Begriff, um die eigene Unfähigkeit der Parteien und Politikkaste zu beschreiben, wenn es darum geht den Umgang mit der EU zu definieren. Wie wäre es mit Worten wie Erwachen und Mut und Tun?

EU Milliarden und Bundespräsidentin Leuthard➡️Da lächelt und küsst sie in die Kameras.

Der Auserkorene dem diese Gunst zuteil wird ist der Herr Juncker von der EU, aus Brüssel angereist. Er will eine Milliarde abholen und der Schweiz nichts dafür geben. Das soll er doch bekommen. Oder nicht? Nein, das Paket ist an die Wand gefahren. Jetzt ist guter Rat teuer. Der neue Aussenminister ist noch nicht im Dossier eingearbeitet. Ist das eine Entschuldigung oder wieder ein Zeichen der Unfähigkeit der Spitze der Politik im Land? Egal die Bundespräsidentin verhält sich wie ein Kleinkind das dem anderen „Gspänli“ sein Spielzeug kaputt gemacht hat. Sie repariert es nicht selber, nein da soll jetzt eine Volksabstimmung über den Schlamassel befinden. Kostentreiber nennt das die Wirtschaft, wenn man unnötig Geld ausgeben muss für etwas was vermieden hätte werden können. Eine Abstimmung kostet schliesslich Geld.

Der Kuss ist nun doch teuer geworden.

Wer hat den Grössten Trump oder Kim?➡️Nein, nicht was alle denken..den oder das will niemand sehen…

Bildschirmfoto 2018-01-04 um 08.59.08
Tagesanzeiger vom 4.1.18

Die beiden Egomanen suchen immer wieder eine Möglichkeit sich gegenseitig zu zeigen wie potent sie sind. Fragt sich allerdings wo die Potenz angesiedelt sein sollte. Gehirn oder Gemächt werden es kaum sein.

Aber wer hat die längere Rakete und wer hat den grösseren roten Knopf, um einen Atomkrieg zu beginnen? Gibt es eine Macht den beiden Knaben im Sandkasten das Spielzeug wegzunehmen?

Gefährlich sind sie allemal, den nichts ist gefährlicher wie ein unverstandenes und unbefriedigtes Ego.

Bundesrats Foto für 2018➡️Alle Jahre wieder lassen sich die höchsten Magistratinnen und Magistraten samt Kanzler für die offizielle Postkarte des Bundes ablichten. Ein schöner Brauch.

Dieses Jahr, wie sonst die anderen Jahre auch hielt sich die Presse mit Kritik und Häme über das Werk aus dem Bundeshaus nicht zurück.

Nur, ich finde sie haben das Bild nicht verstanden! Es ist klug durchdacht. Keine Mafiabeerdigung und auch keine Leichenmahlgesellschaft wie die Medien stänkern. Sie sind schwarz angezogen die Menschen auf dem Bild. Schwarz und neutral. Schwarz und bereit zu Farbe zu wechseln. Das dem so ist zeigt das Bild im Hintergrund. Gefertigt von einem jungen Künstler aus dem Kanton Freiburg, dem Heimatkanton des diesjährigen Bundespräsidenten Alain Berset. Das Bild zeigt Mut, Schalk, Aufbruch und Innovation. Es sagt für mich auch, machen wir uns an die Arbeit die auf uns wartet!

Die Möglichkeiten sind im neuen Jahr unendlich.

 

Advent und die Vorfreude

 

 

Bald ist er wieder da. Der erste Advent.

Überall sind die Häuser und Plätze in Orten und Städten bereits reichlich mit Lichtern geschmückt. Weihnachtsmärkte buhlen um die Käuferschaft. Von Glühwein bis zum selbstgehäkelten Tischtuch wird alles feilgeboten.

Bei mir ist auch Advent. Dann öffne ich nämlich jeweils mit Spannung das erste Törchen an meinem kitschig-nostalgischen Kalender. Das kann ich dann bis zum 24. Dezember jeden Tag und freue mich schon beim schlafen gehen auf den nächsten Morgen.

Als Kind war ich zwar sehr neugierig und habe versucht von Anfang an herauszufinden was hinter den Törchen verborgen wäre. Ans Licht halten hat nichts genützt. Dann halt vorsichtig eine kleine Ecke des Türchens anheben. Irgendwie alles untaugliche Massnahmen und so blieb halt nur die Geduld und das Warten bis zum nächsten Tag.

Das habe ich mir über all die Jahre bis heute beibehalten. Diese Vorfreude auf Weihnachten. Am liebsten mit einem einfachen Kalender. Aber glitzerig sollte er schon sein und herrlich kitschig, romantisch sowieso.

Gerne mochte ich die Kalender die gleichzeitig eine Kerze in der Mitte hatten. Sie waren rund und am Abend konnte man die Kerze darin anzünden und hat das Tagesbildchen gleich noch einmal im geheimnisvollen Schein sehen können. Einfach toll.

Ich bin froh, dass mir so ein einfacher Kalender noch so viel Freude macht.

Die Auswahl ist schon so gross, aber wenn ich alle die Kalender sehe, die um die Gunst der Menschen buhlen, dann bin ich leicht überfordert.

Es gibt sie in allen Formen und gefüllt mit allen möglichen Überraschungen. Von der einfachen Schokolade bis zum Minisexspielzeug oder der Weindegustation in einer Kiste, oder für Hund und Katze, oder als Probierset voller Kosmetika. Ich kann nur ein paar Dinge aufzählen. Kurz es gibt den Kalender für alles und jeden.

Gemeinsam haben sie eines.

Es darf sich immer auf den nächsten Tag gefreut werden.

Das hat sich noch nicht geändert und ist auch gut so.

November Blues?

Nicht bei mir.

Das im Moment sehr trübe Wetter hier inspiriert mich so richtig.

Es ist so der Monat vor Weihnachten und ich habe die Zeit mich darauf zu freuen und vorzubereiten. Stöbern in den alten Plätzchen Rezepten von meiner Grossmutter.

Dieses Jahr plane ich nämlich welche zu fertigen und sie hübsch verpackt zu verschenken. Dabei bin ich kein grosser Konditor oder Bäcker aber es macht bestimmt Spass, da bin ich mir sicher.

Wenigstens in meiner Phantasie. Ob ich dann nicht den Tag verfluchen werde wo meine Finger klebrig sind und ich noch unbedingt eine Seite der Rezeptsammlung umschlagen sollte…und dabei kann ich auch den Rührstab in der anderen Hand nicht loslassen, denn es muss unaufhaltsam in der Teigschüssel gerührt werden, steht so jedenfalls auf der Seite die ich gerade noch lesen kann.. TBOM--082517-008ja das wird dann wohl der Moment sein an dem ich lieber wieder an einem sonnigen Strand sitzen würde und einfach mal nichts täte, so wie Gott mich erschaffen hat. Oder, von einem Hügel aus einfach die Landschaft betrachten wie der Mann hier den ich im Internet gefunden habe. Nein, es wird Plätzchen geben dieses Jahr, das steht fest.

Aber wenn ich das Bild so betrachte denke ich daran, dass der November auch ein wunderbarer Monat ist, um sich zu regenerieren. Wenig bis kein Alkohol bis zur Festzeit, viel Schlaf und wenn es das Wetter erlaubt ausgiebige Wanderungen in der nieseligen kühlen Luft. So sollte ich dann für die Adventszeit in jeder Beziehung gerüstet sein. So habe ich auch wirklich keinen November Blues.